Wer sein Fahrzeug dynamischer und handlicher machen will, der kommt um eine Tieferlegung nicht herum. Es gibt verschiedene Möglichkeiten sein Fahrzeug tiefer zulegen. Die einfachste Möglichkeit, und zugleich die günstigste und komfortabelste, ist das Tieferlegen durch spezielle Sportfedersätze. Hierbei werden die serienmäßigen Federn gegen gekürzte und härtere Federn ausgetauscht. Seriöse Hersteller, die auch eine sehr gute Qualität bieten, liefern ihre Produkte mit einer Allgemeinen Betriebserlaubnis. Sie sollten die Finger von billigen Federn aus dem großen Internetauktionshaus weglassen. Solche werden schnell weich und legen das Auto im Laufe der Zeit noch tiefer. Die Fahreigenschaften verschlechtern sich zunehmend.
Die zweite Möglichkeit ist der Tausch des kompletten Fahrwerks, hierbei werden die Federn und Stoßdämpfer ausgetauscht. Diese Kombination ist für die meisten Fälle zu empfehlen, da es ausreichenden Komfort in Verbindung mit ausgezeichneten Fahreigenschaften verspricht. Ein komplettes Set von einem bekannten Hersteller ist perfekt aufeinander abgestimmt und verspricht durch ein lückenloses Teilegutachten eine einfache Eintragung in die Fahrzeugpapiere.
Die letzte und teuerste Möglichkeit ist der Einsatz eines Gewindefahrwerks. Mit dieser Möglichkeit lässt sich Das Fahrzeug am tiefsten legen und die höchste Performance im sportlichen Einsatz erzielen. Der Komfort geht gegen null, allerdings bleibt die Härte bei jeder Tiefe gleich. Dies geschieht durch einen anderen Aufbau des Federbeins gegenüber der Serie. Für Showzwecke eignet sich ein Gewindefahrwerk besonders, da beispielsweise auf Treffen das Fahrzeug komplett runtergeschraubt werden kann. Im Alltag ist das wegen Unebenheiten und TÜV Konformitäten nicht zu empfehlen.
Das Fahrzeug muss beim TÜV mit der gewählten Höhe eingetragen werden, jede Veränderung der Höhe erfordert, streng genommen, eine neue Eintragung.
Nach dem Umbau sollte generell sofort eine Abnahme erfolgen, da ansonsten die Betriebserlaubnis und der Versicherungsschutz des Fahrzeugs erloschen ist. Bei einer Kontrolle werden so 50 Euro und drei Punkte in Flensburg fällig.