Leider verfügen viele Autos serienmäßig nicht über einen guten Motorenklang, dies liegt allerdings nicht immer am Anspruch der Hersteller. Auf Grund von gesetzlichen Grenzwerten und EU Richtlinien dürfen Autos nur in einem bestimmten Lautstärkebereich klingen.
Mittlerweile haben auch die Tuner erkannt, dass Lautstärke nicht mit Klang gleichzusetzen ist. Sportwagenhersteller, und Hersteller von Fahrzeugen die Emotionen wecken sollen, haben eine ganze Schar von Soundingenieuren die den perfekten Fahrzeugsound entwickeln. Wem das alles noch nicht genug ist und einen kräftigeren Klang am Fahrzeug haben will, der muss zu Nachrüstlösungen greifen.
Die großen Sportauspuffhersteller bieten für die meisten und gängigsten Fahrzeuge Lösungen an. Die einfachste und zugleich kostengünstige Lösung ist der Tausch des Endschalldämpfers. Hier werden viele verschiedene Varianten des Endrohres angeboten, je nach Geschmack müssen Änderungen an der Heckschürze vorgenommen werden. Dies passiert zum Beispiel bei der Umrüstung von einem Endrohr auf einer Seite, zu einer Duplex-Anlage mit jeweils einem Endrohr links und rechts. Diese Variante ist momentan die Beliebteste. Bei einem verhältnismäßig normalen Tausch ohne Karosseriearbeiten muss am Fahrzeug nichts verändert werden. Wer nicht gerade bei einem dubiosen Internetshop kauft, der bekommt mit seinem neuen Endschalldämpfer auch eine Allgemeine Betriebserlaubnis mit geliefert. Mit dieser ist eine TÜV Vorführung nicht notwendig.
Wer es noch lauter und zugleich dumpfer haben möchte, der muss neben dem Endschalldämpfer auch noch den Vorschalldämpfer (oder Mittelschalldämpfer) tauschen. Hier gibt es in aller Regel auch Modelle mit ABE.
Wer eine Auspuffanlage mit größerem Rohrdurchmesser wählt um noch eine kleine Leistungssteigerung zu erhalten, muss in der Regel bei dem Einbau einer Abgasanlage ab Kat (Vorschalldämpfer und Endschalldämpfer) beim TÜV Vorfahren. Mit einem Teilegutachten ist das kein Problem.
Die letzte Stufe, und eigentlich nur für den Motorsport gedacht, ist der Wechsel des Katalysators gegen einen so genannten Sportkat und dem Hosenrohr. Im Verbund mit einer kompletten Anlage wird ein kräftiger Sound erreicht und eine maximale Leistungssteigerung durch mechanischen Eingriff nebenbei erzielt. Diese Variante ist so gut wie nie TÜV fähig, da Emissions- und Lautstärkewerte nicht eingehalten werden. Für wenige Fahrzeuge gibt es Produkte mit Zulassung.
Wem das alles zu langweilig ist und einen speziellen Klang haben möchte, der kann sich bei einigen Spezialisten auch eine Anlage bauen lassen. Die Anlagen bekommen ebenfalls ein TÜV Gutachten und können problemlos eingetragen werden. Allerdings bieten diese Hersteller auch extreme Varianten an, die nicht TÜV fähig sind. Der Bau einer Anlage ist die wohl kostenpflichtigste Variante sein Fahrzeug lauter zu bekommen.